10. Klasse der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld in Glinde
Dauer: 16 Stunden
2023

Ein Workshop in Kooperation zwischen der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld in Glinde, dem Förderprogramm Stormarn „Kultur und Schule“ und Heiko Wommelsdorf.

Die SuS der 10. Klassen der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld haben durch dieses geförderte Projekt einen Teil der Vergangenheit Ihres Landes während des 2. Weltkrieges, v.a. aber auch der Stadt Glinde, näher kennen gelernt. Sie haben sich mit dem Arbeitslager Wiesenfeld auseinandergesetzt, in dem Kurbelwellen hergestellt worden sind.

Im Zuge des Kunstunterrichts von Frau Uhl wurde vor geraumer Zeit ein Mahnmal von Schülern eines Grundkurses selbst entworfen und von einer Werkstatt als Skulptur umgesetzt. Im November 2022 wurde das Mahnmal feierlich auf dem Schulhof eingeweiht. Das Hauptziel der SuS war es im Zuge der Schule ohne Rassismus-Woche, sich zu überlegen, wie das Mahnmal klingen könnte und wie die SuS durch diese Aktion die Skulptur mehr in das Bewusstsein der Schule und der Stadt Glinde holen könnten, um an die Zeit während des Nationalsozialismus zu erinnern.

Zunächst wurden die SuS von Frau Langer, ehemals Geschichtslehrerin, über das Arbeitslager Wiesenfeld, welches sich in Teilen auf dem heutigen Schulgelände befand, informiert.

Heiko Wommelsdorf, der Klangkünstler, der uns die Woche über begleitet hat, brachte den SuS die Klangkunst durch kleine Übungen näher. Im Anschluss überlegten sie sich, welche Aspekte des Arbeitslagers sie in Kleingruppen vertonen wollten. Auch Herr Sachau begleiteten die SuS während dieser Arbeitsphase.

Die SuS spielten selbstständig Geräusche ein, die z.B. das Knarzen eines Galgenstricks darstellten oder das Hämmern bei der Produktion der Kurbelwellen vertonte.

Am Tag des „Kunstrasen“, d.h. des alljährlichen kulturellen Abschlussfests der Schule, inszenierten die SuS „ihre“ Geräusche am und in der Nähe des Mahnmals, sodass die Besucher an Stationen verschiedenen Klanginstallationen lauschen konnten. Somit erhielten sie v.a. auf dem auditiven Kanal nähere Informationen und Eindrücke des Arbeitslagers Wiesenfeld. Weiteres Informationsmaterial gab z.B. auch Einblicke über den Werdegang verschiedener Insassen.

Herausfordernd war es, so gewichtige Ereignisse so zu vertonen, dass auch wesentlich uninformiertere Besucher Zugang zu der Vergangenheit erhalten konnten. Für einige Besucher war es nicht so leicht, sich auf diese etwas andere Art des Rundgangs einzulassen und sich die Zeit dafür zu nehmen.